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Traunsteiner Kinos am Bahnhof  

 

 

ARTSKINO, ein Projekt der ARTS Kulturfördervereinigung in Zusammenarbeit mit der Società Dante Alighieri und den Traunsteiner Kinos am Bahnhof, findet an jedem

3. Sonntag und Montag eines Monats, jeweils um 18.30 Uhr statt.

 

 

 

Am 14.04./15.04. 2019 wird um 18:30 der Film Yuli gezeigt:

 

                                                                       

 

 

 

Yuli

 

 

 

 

[FBW-Pressetext]

Der Spielfilm YULI erzählt als begeisternde Mischung zwischen Tanzfilm und Biopic die bewegende Lebensgeschichte des berühmten kubanischen Balletttänzers Carlos Acosta.


Carlos Acosta wächst in Havanna auf Kuba auf. Seine Eltern sind geschieden, leben aber noch zusammen, die Familie hat wenig Geld. Carlos‘ Vater ist streng und wünscht sich eine bessere Zukunft für seinen Jungen. Als er Carlos‘ großes Talent fürs Tanzen bemerkt, meldet er ihn gegen den Willen seines Sohnes bei der staatlichen Ballettschule an. Der Vater sorgt mit harter Hand dafür, dass Carlos seine Ausbildung beendet, zuletzt sogar in einem Ballett-Internat in der Provinz, fernab der Familie. Yuli lernt, mit der Einsamkeit zu leben. Der Tanz wird vom Zwang zur Zuflucht. Und schon bald merken alle, die Carlos tanzen sehen: Hier tanzt ein zukünftiger Star. In ihrem Film YULI verbindet die spanische Regisseurin Iciar Bollain Tanz und Film auf faszinierende Weise. Denn in die Geschichte von Carlos, seiner Kindheit und seiner Karriere, lässt Bollain immer wieder Tanzszenen einfließen, choreografiert von Maria Rovira. Diese wunderschön inszenierten Sequenzen, in denen auch Acosta als Tänzer zu erleben ist, ergänzen die Handlung und verleihen vielen Momenten, die mit Worten nicht zu fassen sind, zusätzliche starke Emotionen. So bleibt vieles unausgesprochen und wird doch für den Zuschauer deutlich: Die Gewalt des Vaters gegen den Sohn, die Verlockungen für Carlos in der großen weiten Welt – und außerdem das Gefühlsleben des Mannes, der ein gefeierter Künstler ist. Aber der auch darunter leidet, seine Heimat verlassen zu müssen. Denn YULI ist auch ein Film über Kuba, die Geschichte des Landes und die Menschen, die dort leben. Bollain zeigt das Land als Sehnsuchtsort und fängt es in faszinierenden Bildern ein. Doch sie verschweigt auch nicht die harte Realität, die Zerrissenheit des Landes, die Armut und die Repressalien aufgrund der schwierigen politischen Lage. Iciar Bollains YULI ist ein kraftvoller, begeisternder und berührender Film über einen einzigartigen Tänzer und gleichzeitig eine tief empfundene Liebeserklärung an dessen Heimat.

Regie: Icíar Bollaín
Darsteller: Carlos Acosta; Santiago Alfonso; Keyvin Martínez; Edlison Manuel Olbera Núñez; Laura De la Uz; Yerlín Pérez; Mario Elias; Andrea Doimeadiós; Cesar Domínguez; Yailene Sierra; Héctor Noas; Carlos Enrique Almirante
Drehbuch: Paul Laverty
Buchvorlage: Carlos Acosta
Kamera: Alex Catalan
Schnitt: Nacho Ruiz Capillas
Musik: Alberto Iglesias
Webseite: yuli-der-film.de;
Länge: 110 Minuten
Kinostart: 17.01.2019
Verleih: Piffl
Produktion:

Morena Films, Potboiler Productions; Producciones de la 5ta Avenida; Match Factory Productions; Galápagos Media; Hijo de Ogún                       

 

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Zur Erinnerung:

      Am Donnerstag, den 09. Mai 2019 treffen wir uns

    wieder zum Italienischen Stammtisch im Pizzeria - Ristorante

Maruzzella

      in der Ludwigstrasse um 19:30 Uhr!

 

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Cinema Italiano

 

am Freitag, 17.05.2019 im Bildungszentrum der

 

Handwerkskammer, Haslach, Mühlwiesen 4 - um 20.00 Uhr

                               

                                 - freier Eintritt -                                

                                                                                                                                                                                                                  © Th. Mg

 

 

 

La tenerezza



Regia: Gianni Amelio

 

Mit Renato Carpentieri, Giovanna Mezzogiorno, Micaela Ramazzotti, Elio Germano, Arturo Muselli, Greta Scacchi, Maria Nazionale, Giuseppe Zeno, Bianca Panicci, Giovanni Esposito

 

Ein verbitterter, alter Mann, der sich langsam wieder öffnet und das Gefühl der Zärtlichkeit wiederfindet – auch über die Katastrophe hinaus.
Der pensionierte Rechtsanwalt Lorenzo (Renato Carpentieri) lebt seit dem Tod seiner Frau allein in der grossen ehemaligen Familienwohnung in der Altstadt von Neapel. Kurzatmig und übellaunig, hat er sich einen emotionalen Schutzpanzer zugelegt. Genauso wie seine erwachsenen, von ihm entfremdeten Kinder Elena (Giovanna Mezzogiorno) und Saverio (Arturo Muselli), mit denen er möglichst wenig zu tun haben will. Als neue Nachbarn in die gegenüberliegende Wohnung einziehen, funktioniert das mit der Abschottung nicht mehr so ganz. Denn Lorenzo fühlt sich zu seinem eigenen Erstaunen wohl in der Gesellschaft von Michaela (Micaela Ramazzotti), er unterhält sich gern mit ihrem Ehemann Fabio (Elio Germano) und spielt mit den Kindern des Paars. In dieser offensichtlich glücklichen Familie erkennt er, wie seine eigene Familie hätte sein können, aber – wegen ihm – niemals war. Doch das harmonische nachbarschaftliche Zusammenleben ist von kurzer Dauer. Denn als sich Fabios jahrelang im Zaum gehaltene Dämonen eines Abends zurückmelden, passiert ein schreckliches Unglück.
Im Mittelpunkt von LA TENEREZZA steht Lorenzos konfliktbeladenes Verhältnis zu seiner Tochter: Da ist auf beiden Seiten die Angst, nicht geliebt zu werden, vor allem aber jene, nicht lieben zu können. Der bewegende Film von Altmeister Gianni Amelio wartet mit einem hochkarätigen Schauspielerensemble auf und ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung des Regisseurs mit dem Roman «La tentazione di essere felici» von Lorenzo Marone.

- Artwork Januar 2018: Julia Marti, Zürich -